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Der Friseur von Tom Waits trägt Hut und Sonnenbrille.

Natürlich geht Tom Waits zu keinem normalen Friseur. Der Salon sieht aus wie in einem Film noir.

Der Friseur schweigt.

Tom erzählt seine Geschichte von der Nacht zuvor.

Buddy hat die ganze Nacht schlechte Schecks ausgestellt, sagt Tom.

Eine minimale Geschichte, vieles bleibt offen.

Promotion für sein Album Rain Dogs.

Sie funktioniert nach einem einfachen Muster:

Alltäglicher Vorgang: Friseurbesuch.

Nur eben kein normaler Friseur und kein üblicher Gast.

Soziale Konvention:

Die Kunden erzählen etwas. Der Friseur hört zu. Was der Kunde Tom erzählt, macht den Unterschied.

Ende:

Offenes Ende mit einem kleinen Twist. Tom spricht halb in die Kamera, halb an den Friseur gerichtet:

Wie läuft das Geschäft übrigens?

Wer schneidet dir eigentlich die Haare?

Das offene Ende sagt nichts anderes als: Wo das herkam, da ist mehr.

Es könnte für dich sein. In diesem Fall sein Album Rain Dogs.


Mit dieser Technik kannst du:

 

  • Eine alltägliche Situation in eine außergewöhnliche verwandeln.
  • Du kannst sie auf jedes Geschäft oder jede Tätigkeit anwenden. Alltag ist überall.
  • Mit Storys musst du nicht verkaufen. Sie tun es für dich.


 

Ein anderes Beispiel ist die Aids-Kampagne Ende der 1980er-Jahre. Sie spielt in einem Supermarkt. Okay, den Spot kennen fast alle.

Danke fürs Lesen.
Teile es, wenn du damit etwas anfangen konntest.
Übrigens, wie läuft das Geschäft?
Wer schreibt deine Texte, anyway?